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S.H. der 14. Dalai Lama, Friedensnobelpreisträger und Kenner der aktuellen
Situation im Westen, spricht mir aus dem Herzen:
"Ich habe auch den Eindruck, daß die Menschen in den industrialisierten Ländern
weniger glücklich sind als die Menschen in weniger entwickelten Ländern.
Unzufriedenheit, Unsicherheit, Vereinsamung und Depressionen in wohlhabenden
Ländern nehmen zu. ... Ich sehe einen Zusammenhang zwischen dem
technisch-wissenschaftlichen Fortschritt und einer wachsenden Unzufriedenheit.
... Es ist nicht so wichtig, ob jemand einer Religion anhängt oder nicht. Viel
wichtiger ist es, ein guter Mensch zu sein. ... wir brauchen eine geistige
Revolution, eine menschliche Geisteshaltung, die von Mitgefühl, Geduld, Toleranz
und universeller Verantwortung getragen wird. Die Gewohnheit, sich nur auf sich
selbst zu konzentrieren, muss einer Einstellung weichen, den anderen wichtiger
zu nehmen als sich selbst.
Je mehr Gewalt in den Medien gezeigt wird, desto mehr gewöhnt man sich daran. ..
Ich schätze es so ein, daß dadurch auch das Mitgefühl für andere verloren geht.
Man kommt in eine Situation, wo man das Leiden der anderen nicht mehr wahrnimmt,
weil der direkte Kontakt mit anderen Menschen oder Lebewesen fehlt.
Die Medien haben einen großen Einfluss auf die Gesellschaft. Daraus
ergibt sich eine ebenso große Verantwortung ..."
(Grund genug für mich, dieses Zitat mit euch zu teilen, Quellenangabe: Paul
Syska / S.H. Dalai Lama in
Tibet und Buddhismus, Heft 62, Zeitschrift des
Tibetischen Zentrums in Hamburg)
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